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Im Ausland Arbeiten. Wie man Mitarbeiter motivieren kann.

Ein Erfahrungsbericht von Maria (Marketing Manager bei LEMONCAT)

Es ist Januar, grau und dunkel in Berlin. Lange habe ich darauf gewartet und viele Vorbereitungen mit meinem Team getroffen. 4 Wochen Sonne, Strand und Meer liegen vor mir. Zwei Wochen als völlige Erholung und zwei Wochen werde ich für LEMONCAT, einer Plattform für Business Catering, aus Thailand (Koh Phangan) arbeiten. Als Teil unseres Mitarbeitermotivations-Pakets kann jeder, der 2 Jahre oder länger im Unternehmen dabei ist, 3 Monate von der ganzen Welt aus arbeiten (Working Abroad). Sozusagen als angestellter digitaler Nomade. Meine Aufgabengebiete, wie Newsletter Erstellung und Social Media eignen sich für ein solches Reiseabenteuer sehr gut. Mein Travelbuddy ist mein Freund, der ebenfalls von dort arbeiten wird.

Tag 1 bis 3. Die volle Motivation, ich darf aus dem Paradies arbeiten,

Der erste Skype Call mit meiner Kollegin war vielversprechend. Ich bekam Updates aus meiner Abwesenheit und wir besprachen die dringenden Aufgaben. Alles lief super und ich startete motiviert von meinem Balkon aus zu arbeiten. 

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Tag 4. Die Inselkrise. Von Tränen und Regentropfen!

Die Realität brach auf einmal unaufhaltsam über mich ein. Ich wollte alles gleichzeitig: Am Strand sein, lecker essen, Yoga und meine Arbeit schaffen. Aber was zuerst, in welcher Reihenfolge und dahinter immer der Druck auch die Aufgaben zu schaffen, damit die Kollegen nicht denken ich hänge rum wie ein Faultier. Die Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz schien heute schwierig. Der Balkon und meine Thaimatte waren für mich auf einmal unbequem. Aber es regnet. Nun gut dann erst mal hier probieren. 4h Wechsel zwischen Thai-Sitzkissen und Hängematte. 12 Uhr hunger, ich kann nicht mehr sitzen. Ok was soll es #SchlechtesGewissen, in Berlin würde ich jetzt schließlich auch lunchen. Location gesucht, Laptop eingepackt, lecker gegessen nur ist es unglücklicherweise viel zu laut zum Arbeiten. Der nächste Versuch, Restaurant mit nett gestalteten Tischen am Strand, nur das Internet ist zu langsam. Ich habe mich Gott sei Dank mit einer mobilen Internet Flat ausgestattet. Also konzentrieren, Augen zu und nicht ablenken lassen.

Es konnte also nur besser werden. Ich ging strukturierter an den Tag. Der Wecker klingelte um 6:30 Uhr, jetzt aber los. Ich spürte es, ich war motiviert und bereit, meine Newsletter und Postings zu schreiben, am besten auf dem Balkon. Die Sonne kam raus, mein Travelbuddy wurde losgeschickt, um Frühstück zu besorgen, derweilen hab ich schon 2h voll motiviert gearbeitet. Organisation ist alles, auch im Paradies.

So pendelten sich meine Tage ein. Früh aufstehen 4-5 Stunden arbeiten, Mittagspause, arbeiten im Strandrestaurant und dann ging es am Abend noch mal an den Laptop. So habe ich am Ende alles unter einen Hut bekommen und ich konnte auch das Inselleben genießen. Die Kommunikation mit den Kollegen fand in einem bestimmten Zeitfenster statt. Die Tools, wie Slack und Google Hangout funktionierten ohne große Probleme. Manchmal hätte ich mir ein direktes persönliches Feedback gewünscht, um schneller Ergebnisse erzielen zu können, das ist aber auch eine Frage der Übung und einer besseren Kommunikation.

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  Mit dem Roller & Handgepäck unabhängig reisen.                                        Auf dem Weg in den Coworking Space (Beachub) .

Motivierter Mitarbeiter,  ja oder nein?

Alles in allem hab ich die Zeit sehr genossen und mich trotzdem auf mein Team in Berlin gefreut. Die Eindrücke und Erfahrungen eines anderen Landes, kommen einem in der Arbeitswelt zugute. Allein kleine Erlebnisses beim Kaffee bestellen in einem fremden Land können neue Ideen und Inspiration für den Job bringen.

Ich bin als super motivierter Mitarbeiter zurückgekehrt und bin dem Unternehmen jetzt natürlich noch ein Stück loyaler. Mitarbeitermotivation hat in meinem Fall also funktioniert und ich freue mich schon auf eine Wiederholung, denn 2 Monate “Working Abroad” hab ich noch offen. ;)

Falls ihr auch plant aus dem Ausland zu arbeiten, hier meine Tipps:

  • Bespreche einen exakten Aufgabenplan mit deinem Team.
  • Strukturiere deinen Tag, damit du auch was von deiner Reise hast.
  • Finde heraus, zu welchen Zeiten du am besten arbeiten kannst (bei mir ist es morgens direkt nach dem Aufstehen).
  • Achtung Zeitunterschied! Bestimme Kommunikationszeiten mit deinen Kollegen.
  • Suche dir Cafés und Unterkünfte mit gutem Internet. Strandbars sind zwar schön, aber starker Wind und Sonne lenken auch von der Arbeit ab. 
  • Eine mobile Internet Flat ist ideal, falls das lokale Internet ausfällt.
  • Setze dich nicht unter Druck! Keiner deiner Kollegen denkt, dass du „faul am Strand liegst“, sie vertrauen dir, sonst hättest du dieses Abenteuer nicht angehen dürfen.

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Weitere Bilder & Stories meiner Reise, findet Ihr auf meinem Instagram Kanal

 

Zu finden unter Inside LEMONCAT

Posted by:Maria König